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Pigmentflecken: Wie wird man sie los?

Sie kommen braun gebrannt und zufrieden aus dem Urlaub zurück. Der September vergeht, die Bräune verschwindet — und dann bleibt auf den Wangen etwas zurück, was vorher nicht da war. Ein brauner Fleck. Dann ein zweiter.

Oder anders: Sie haben nichts an der Pflege geändert, und auf der Stirn und über der Oberlippe erscheint ein verwaschener brauner Schleier.

Das sind zwei völlig verschiedene Geschichten. Und — was am wichtigsten ist — sie werden unterschiedlich behandelt.

Woher braune Flecken kommen

Für den Hautton sind die Melanozyten verantwortlich, die Zellen, die Melanin produzieren. Ultraviolette Strahlung stört ihre Arbeit. Ein Teil der Melanozyten beginnt, zu viel Melanin zu produzieren, und dieses sammelt sich punktuell an — so entsteht ein dunkler Fleck in einem der Brauntöne.

Deshalb entstehen Pigmentflecken dort, wo die Haut am häufigsten die Sonne sieht: im Gesicht, am Dekolleté und an den Händen. Im Gesicht am häufigsten auf der Stirn, den Wangen, dem Kinn und um den Mund.

Die Sonne ist jedoch nicht der einzige Verursacher. Die Entstehung von Flecken hängt manchmal auch zusammen mit:

  • hormonellen Veränderungen — zum Beispiel in der Schwangerschaft,
  • Autoimmunerkrankungen, vor allem der Schilddrüse,
  • der Einnahme von Hormonpräparaten,
  • photosensibilisierenden Medikamenten und Nahrungsergänzungsmitteln — hier besondere Vorsicht bei Präparaten mit Johanniskraut.

Nicht alle Pigmentflecken sind gleich

Das ist der wichtigste Abschnitt dieses Textes. Denn davon, mit welchem Typ von Pigmentfleck Sie es zu tun haben, hängt alles Weitere ab — die Methode, die Behandlungsdauer und das, was realistisch zu erwarten ist.

  • Sommersprossen — Genetische Veranlagung plus Sonneneinstrahlung. Die ersten treten schon in der Kindheit auf · Klein, zahlreich, werden im Sommer dunkler.
  • Melasma (Chloasma) — Hormone, Sonne und Gene zusammen. Schwangerschaft, hormonelle Veränderungen, orale Verhütung · Verwaschene braune Flecken auf der Stirn, den Wangen und um den Mund. Tritt plötzlich auf und wird unter Sonneneinwirkung dunkler.
  • Postinflammatorische Pigmentflecken — Schädigung der Haut: Akne, mechanische Verletzung · Genau an der Stelle, an der die Entzündung oder Verletzung war.
  • Altersflecken — Jahre übermäßiger Sonnenexposition, zeigen sich im höheren Alter · Flecken, die größer sind als Sommersprossen.
  • Toxische und chemische Pigmentflecken — Anwendung bestimmter Kosmetika · Unterschiedlich, je nach Ursache.

Melasma ist eine Sache für sich — und das sollte man vorher wissen

Sommersprossen, Sonnenflecken und Pigmentflecken nach Akne sprechen in der Regel gut auf eine Behandlung mit Licht an. Melasma wird mitunter anders eingestuft.

In unseren Kliniken behandeln wir Melasma vor allem mit einer Depigmentierungstherapie. Kommt ein Laser infrage, ziehen wir den Thulium-Laser 1927 nm in Betracht.

Und ein Satz, an dem kein Weg vorbeiführt: Über die Wahl der Methode entscheidet der Arzt während der Beratung. Das Chloasma ist eine launische Veränderung, und was bei einem Sonnenfleck hervorragend wirkt, ist bei Melasma nicht immer die richtige Wahl.

Wenn Sie im Internet nach „Chloasma" oder „Melasma" gesucht und dabei eine Liste universeller Behandlungen „gegen Pigmentflecken" gefunden haben — nehmen Sie sie mit Vorsicht. Dieser Typ von Veränderungen erfordert eine individuelle Beurteilung. Dem Melasma haben wir übrigens einen eigenen Artikel gewidmet — dort finden Sie die vollständige Erklärung, warum es anders behandelt wird.

Medizinische Peelings: spektakuläre Wirkung, aber mit einem „Aber"

Bei starken Pigmentflecken erzielt die Depigmentierungstherapie gute Ergebnisse.

Es gibt jedoch eine gravierende Nebenwirkung, von der Sie vor der Behandlung wissen müssen und nicht danach. Mindestens eine Woche lang ist die Gesichtshaut gereizt und schuppt. Für viele Menschen bedeutet das, dass sie sich freinehmen müssen. Nicht jeder kann sich das leisten — und das ist ein ehrlicher Grund, über eine Alternative zu sprechen.

Zweitens: ein medizinisches Peeling ist erst der Anfang. Die Kur wird zu Hause fortgesetzt, mit täglicher Pflege, über viele Monate. Ohne das hält das Ergebnis nicht so, wie es sollte.

Sind die Pigmentflecken milder und die Flecken weniger sichtbar, kann man zu sanfteren Peelings greifen — auch zu solchen auf Säurebasis. Sie wirken deutlich milder, doch für diese Milde zahlt man mit der Zahl der Wiederholungen.

Licht und Laser — warum der Herbst ihre Saison ist

Das Aufhellen der Haut mit Licht, auch mit Laserlicht, regt zugleich die Erneuerung des Kollagens an. Das ist eine Methode, die wenig invasiv ist, ohne lange Rekonvaleszenz und mit schnell sichtbarem Ergebnis. Die Behandlung ist wenig schmerzhaft, und oft strafft und verjüngt sie zugleich die Haut.

Wie funktioniert das? Licht zerstört die Zellen mit einem Überschuss an Melanin. Nach der Behandlung werden die Flecken zunächst dunkler und schuppen sich dann ab. Damit ein Pigmentfleck deutlich aufgehellt wird, muss die Behandlung meist mehrmals wiederholt werden. Und eines sollten Sie von Anfang an wissen: Flecken — und Melasma ganz besonders — können wiederkommen, deshalb planen wir nach der Serie eine Erhaltungsbehandlung, also Pflege und konsequenten Sonnenschutz.

Was wir in unseren Kliniken anbieten:

  • Depigmentierungstherapie — Medizinisches Peeling plus monatelange Pflege zu Hause · Starke Pigmentflecken. Erste Wahl bei Melasma (Chloasma).
  • Laserbehandlung von Pigmentflecken und Rötungen — Licht zerstört die Zellen mit Melaninüberschuss; zusätzlich reduziert es Rötungen und verschließt oberflächlich liegende Äderchen · Sonnenflecken, Sommersprossen, Pigmentflecken zusammen mit Rötungen.
  • Thulium-Laser 1927 nm — Nichtablative fraktionierte Behandlung, die den Hautton ausgleicht · Wird bei Melasma nach ärztlicher Beurteilung in Betracht gezogen.
  • Laser-Faltenreduktion (Nd:YAG, Q-Switch-Modus) — Nichtablative Wirkung ohne Rekonvaleszenz · Pigmentflecken zusammen mit feinen Fältchen.
  • Programme zur Hauterneuerung — Kuren mit medizinischen Peelings, ausgewählt nach der Beratung · Mildere Pigmentflecken, Arbeit in Etappen.
  • Hautrevitalisierung 3 in 1 — Peeling, Sauerstoffversorgung und Nährstoffzufuhr in einer Behandlung; insgesamt bis zu 30 Minuten · Wenn Sie kein starkes Schuppen wollen — hellt auf, verleiht Glanz und Glätte.

Diese letzte Behandlung ist eine gute Wahl vor dem „großen Auftritt": nicht invasiv, angenehm, am nächsten Tag ohne Spuren im Gesicht.

Ehrlich zum Risiko: Bei einem Teil der Menschen, vor allem bei dunklerem Hautton, kann der Laser die Pigmentflecken verschlimmern, statt sie zu entfernen — das ist die sogenannte postinflammatorische Hyperpigmentierung. Deshalb bereiten wir die Haut vor einer Serie mit Pflege vor, beginnen mit niedrigeren Parametern und machen bei Zweifeln einen Test an einer kleinen Stelle. Und deshalb ist der Laser beim Melasma nicht die erste Wahl, sondern eine Option für hartnäckige Fälle.

Was Sie zu Hause nicht tun sollten

Zitronensaft. Natron. Hausgemachtes „Bleichen" der Flecken.

Patientinnen kommen nach solchen Experimenten regelmäßig zu mir, und das Ergebnis ist meist dasselbe: Der Pigmentfleck bleibt, und dazu kommt gereizte Haut. Bei Melasma kann eine Reizung die Sache sogar verschlimmern.

Die Pflege zu Hause ist bei der Behandlung von Pigmentflecken unverzichtbar — aber nur die vom Arzt ausgewählte. Allgemein verwendet man Azelainsäure, die häufig von Dermatologen verschrieben wird und nicht nur gegen Pigmentflecken wirkt, sondern auch eine Anti-Akne-Wirkung hat. Unterstützend greift man zu Cremes und Seren mit Vitamin C.

Ohne Sonnenschutz ergibt das alles keinen Sinn

Das Gespräch mit einer Patientin mit Pigmentflecken beginne ich immer gleich. Die vorhandenen Flecken zu entfernen, ist zu wenig. Wenn Sie die Haut nicht schützen, entstehen neue — und wir sind wieder am Ausgangspunkt.

Vier Regeln, die wirklich einen Unterschied machen:

  1. Breitband-Sonnenschutz mit SPF 50+ — und bei Pigmentflecken am besten getönt, mit Eisenoxiden. Die SPF-Zahl allein sagt nur etwas über den Schutz vor UVB aus, die Flecken werden aber auch durch sichtbares Licht verstärkt; davor schützt erst das Pigment in der Creme, also eine leicht deckende Creme.
  2. Cremen Sie alles ein, was unbedeckt ist. Nicht nur Gesicht und Schultern. Hals, Hände und Füße sind im Sommer fast ununterbrochen ausgesetzt und werden am häufigsten vergessen.
  3. Tragen Sie den Schutz im Laufe des Tages erneut auf. Ein morgens aufgetragenes Präparat schützt nicht bis zum Abend — vor allem nicht nach dem Baden oder dem Abtrocknen mit dem Handtuch. Üblicherweise wird empfohlen, es nach zwei Stunden erneut aufzutragen.
  4. Bleiben Sie zwischen 11.00 und 15.00 Uhr im Schatten und bedecken Sie die Haut mit luftiger Kleidung.

Ich selbst mache es so. Unabhängig vom Wetter und davon, ob ich am Strand, im Auto, in der Stadt oder im Büro bin.

Ärzte für ästhetische Medizin sind keine Fans von Sonne und Bräune — auch wenn beides dafür sorgt, dass wir über zu wenig Patienten nicht klagen können.

Im Kampf gegen Pigmentflecken zählt ein umfassendes Vorgehen: Vorbeugung, die richtig gewählte Behandlung und eine Pflege, die auch nach dem Ende der Kur beibehalten wird. Ein gut gewählter Sonnenschutz — breites Spektrum, hoher SPF, am besten getönt — ist keine Ergänzung zur Behandlung. Er ist ihre Voraussetzung.

Bei hartnäckigen Pigmentflecken und Melasma setzen wir in unseren Kliniken die Depigmentierungstherapie ein, einzelne Sonnenflecken reduzieren wir mit Laserbehandlungen. Die Wahl der Methode hängt vom Typ des Pigmentflecks ab — das klären wir in der Beratung.

Diesen Artikel hat Dr. med. Joanna Kuschill-Dziurda verfasst.

Quellen

  1. Melasma: Diagnosis and treatment — AAD.
  2. Lasers in Melasma: A Review with Consensus Recommendations by Indian Pigmentary Expert Group — PubMed.
  3. Tranexamic acid as a therapeutic option for melasma management: meta-analysis and systematic review of randomized controlled trials — PubMed.
  4. Efficacy and safety of 1927 nm fractional Thulium fiber laser for the treatment of melasma: a retrospective study of 100 patients — PubMed.
  5. Comparison of Visible Light-Protective Tinted Sunscreen to Untinted Sunscreen to Protect Melasma Patients During Summer — PMC.
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